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Name der Ressource
HaLeV (hebräisch: Das Herz) - Hebrew Library Vienna
URL
http://www.onb.ac.at/sammlungen/siawd/siawd_halev.htm
Ressourcentyp
Bibliothekskatalog
Sprache
deutsch ; hebräisch
Anbieter
Österreichische Nationalbibliothek
Beschreibung
Aufgrund der jahrhundertealten Sammeltradition findet sich ein im internationalen Vergleich sehr großer, bedeutender und zum Teil einmaliger Bestand an historischen hebräischen Druckwerken an der Österreichischen Nationalbibliothek. Diese Bestände stammen zum größten Teil aus den Offizinen der Habsburger-Monarchie (Krakau, Prag, Venedig, Wien, Pressburg, u.a). Ausgangspunkt für das Projekt HaLeV waren jene circa 2 400 verschiedenen Druckwerke, die im NB-OPAC 1501-1929 unter der Sprachbezeichnung "hebr" zu eruieren waren. Der Gesamtanteil der Hebraica im Alten Katalog ist jedoch, wie man mittlerweile weiß und durch die Projektarbeit bestätigt sieht, weitaus höher.

Die Vorgaben für die seit dem 19. Jahrhundert in der Bibliothek verwendete Transliteration der hebräischen Schrift, die sich ausschließlich in den "Vorschriften für die Katalogsarbeiten der Hofbibliothek" von 1901 finden und sonst weltweit unbekannt und selbst für Hebraistinnen und Hebraisten kaum bis gar nicht nachvollziehbar sind, erschwerten den Benutzerinnen und Benutzern schon seit jeher die Auffindbarkeit dieser Werke im Katalog. Durch die bei der Retrokonversion des Katalogs angewandten Methode der automatisierten Zeichenerkennung entstanden zudem Fehlsubstituierungen, die die Lesbarkeit und Auffindbarkeit der Daten zusätzlich bedeutend beinträchtigen bzw. unmöglich machen.

Ziel des Projekts HaLeV ist die Optimierung der Bestandsnachweise der historischen Hebraica an der Österreichischen Nationalbibliothek mittels Retrokatalogisierung der vorliegenden Datensätze von Drucken in hebräischer Schrift, die im NB-OPAC 1501-1929 der Österreichischen Nationalbibliothek nachgewiesen sind. Diese Katalogisate werden per Autopsie des Buches neu transliteriert (unter Anwendung der neuen DIN-Norm für eine Transliteration aus dem Hebräischen, erschienen im Februar 2006), korrigiert, vereinheitlicht und angereichert. Autor, Titel, Druckort und Drucker werden jetzt auch in hebräischer Originalschrift wiedergegeben, was die Auffindbarkeit von Daten zusätzlich erleichtert. Auch fehlerhafte Zuordnungen von Autor und Werk, falsch ermittelte Druckorte und Irrtümer bei Erschließung oder Umrechnung des Druckjahrs - alles Fehler, die zum Großteil erst seit Beginn der Projektarbeit erkannt werden - können nun richtiggestellt und fehlende Daten, wie Jahres- und Ortsangaben, ergänzt werden. Eine elektronische Dokumentation mittels Schlüsselseiten soll einen zusätzlichen informativen Überblick über das jeweilige Druckwerk ermöglichen. (Aus der Selbstbeschreibung des Anbieters)
Kommentar
Bei diesem (lobenswerten) Retrokatalogisierungsprojekt wurde leider auf eine umfassende Digitalisierung der überwiegend urheberrechtsfreien Werke verzichtet. Statt dessen existieren für 100 Druckwerke Scans der jeweiligen Schlüsselseiten (Titelblätter, Druckermarken, Vorworte, Inhaltsverzeichnisse, Indices, Kolophon etc.).
Berichtszeitraum
1501 - 1929
Zugriffsart
frei

Verantwortlich für diese Seite: - MarkusMalo MarkusMalo May 8, 2008